Kolumne im Detail

Verschnaufpause in der Hatz auf den Euro

In Brüssel wurden die Geburtsfehler des Euro erkannt, eine Fiskalunion auf den Weg gebracht und die Schulden als Übel der derzeitigen Angriffe auf den Euro in ihre Schranken verwiesen. Noch fehlt die gegenseitige Hilfe zum ökonomischen Gleichschritt d.h. gleichstarker Entwicklung. Warum sollte nicht Bayern Griechenland als Pate zur Neuzeit helfen? Schon wegen der historischen Verbindungen.

Doch die guten Gefühle von Frau Merkel werden nicht lange anhalten. Italien wird weiter von den Finanzgebern hart behandelt werden und der Angriff auf Frankreich wird weitergehen. Nur in wenigen Tagen werden die Finanzmärkte Europa und den Euro weiter massiv abstrafen. Italien und Frankreich brauchen 2012 eine dreiviertel Billion € an neuem Kapital. Auch die anderen Euro-Staaten müssen sich refinanzieren. Da wird „Heulen und Zähneknirschen“ neu inszeniert werden. Warum sollten auch alle Länder glaubwürdiger und vertrauenswürdiger werden? Nur weil die Politiker sich gut fühlen? Notfalls zerstört eine Indiskretion den vermeintlichen Frieden. Der Finger ist weiter nach unten gerichtet. So ließen römische Kaiser exekutieren. Heute sind es die Finanzfürsten bzw. ihr Sprachrohr Chase Manhattan Bank. Der Euro ist ein Gejagter. Brüssel gewährte nur eine Verschnaufpause in der Hatz. Damit die Politiker weiter die „richtigen Fehler“ begehen bzw. bei ihnen bleiben.

Zurück