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Das Trennbankensystem kommt

Hat Bundeskanzlerin Merkel doch die „Große Sünde“ gelesen? Zumindest dreifach hat sie sie erhalten. Nun steht in Deutschland das darin eindringlich geforderte Trennbankensystem kurz vor der gesetzlichen Geburt. Der Bundesrat fordert noch Änderungen des an sich schon weich formulierten Entwurfs. Überraschenderweise kam er doch schneller in und durch den Bundestag. So gab es kaum Störfeuer von der Bankenlobby. Joe Ackermann ist weg und schon kommt das Gesetz. Das hängt zusammen, weil Merkel Ackermann sehr schätzte, ihn zum Berater hatte und Ackermann natürlich kein Trennbankensystem aufgebürdet bekommen wollte. Vielleicht handelt es sich auch um ein 2-Stufen-Vorgehen?

Ein zweites konsequentes Trennbankengesetz wird kommen, wenn nach dem nächsten Wettskandal eines Geldhauses dieses erste Gesetz den Steuerzahler doch noch zur Kasse bittet. Es gibt eben kein halb schwanger sein. Das Trennbankensystem muss das Kreditgeschäft einer Bank klar von seinen Spekulations- oder Wettgeschäften trennen. Verspekuliert sich eine Investmentbank, dann darf das Kreditgeschäft nicht haften, um so die gesamte Wirtschaft zu stören. Natürlich streuen die Banker der Politik viel Sand in die Augen wie z.B. dass die Wirtschaft beide Bankarten aus einer Hand benötige. Aber warum können es nicht zwei Hände sein, die sich koordinieren wie richtige Extremitäten? Wo soll da ein Problem liegen?

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